Dienstag, 15. Juli 2014

2013 Blankenheim - Trier



Blankenheim Trier



05. 07. 2013

Wir sind wieder in der herrlichen Chorkapelle unserer Kirche. Markus spendet uns den Reisesegen und gemeinsam sprechen wir den Psalm 37:




Hoffe auf den Herrn

Befiehl dem Herrn deine Wege
und hoffe auf ihn, er wird’s wohl machen
und wird deine Gerechtigkeit heraufführen wie das Licht
und dein Recht wie den Mittag.
Sei stille dem Herrn und warte auf ihn.
Entrüste dich nicht, damit du nicht Unrecht tust.
Bleibe fromm und halte dich recht;
denn einem solchen wird es zuletzt gut gehen.
Der Herr Hilft den Gerechten,
er ist ihre Stärke in der Not.



08. 07. 2013

Giessen – Blankenheim – Dahlem





6:29 Uhr – es geht los!

Der Zug in Hungen war pünktlich, in Giessen umsteigen in den Zug nach Koblenz. Von da nach einer Tasse Kaffee weiter nach Köln. Im Kölner Bahnhof fanden Bauarbeiten statt, dadurch fuhr unser Zug von einem anderen Gleis ab. Es gab aber keinen Hinweis darauf. Wir wunderten uns zwar, dass auf diesem Gleis ein ICE stand, dachten uns aber noch nichts dabei. Erst nachdem der ICE abgefahren ist und sich dann nichts mehr tat, wurden wir nachdenklich. Na ja, wir nahmen halt den nächsten Zug nach Blankenheim.
Hier meldete sich mein Knie wieder, das ich mir vor 2 Wochen etwas verdreht hatte. Also Bandage anziehen, Zähne zusammenbeißen und weiterlaufen. Nach 2 Stunden legten wir eine Pause ein und stärkten uns.
Vor Dahlem sahen wir im Wald den Vierherrenstein. Ein 500 Jahre alter behauener Basaltstein, der den Vierländerpunkt der Herrschaften Jünkerrath, Kronenburg, Schmidtheim und Blankenheim markierte. In Dahlem reservierten wir telefonisch drei Betten in der Pension Ulrich. Wir verspäteten uns etwas und wurden von der Wirtin ungnädig empfangen „Das waren aber keine 1 ½ Stunden“ Dann wurden wir darauf hingewiesen, dass wir unsere Schuhe nicht mit den Handtüchern abwischen sollten, sie habe keine Lust jedes Mal neue Handtücher zu kaufen. Die örtliche Kneipe hatte Ruhetag. Wir bekamen gnädigerweise jeder eine Tomaten-Fertigsuppe aus dem Automat und in der Minibar war für jeden eine kleine Flasche Bier oder Wein.


09. 07. 2013

Dahlem – Prüm




In der Pension Ulrich genossen wir ein gutes Frühstück. Die Wirtin war wie ausgewechselt.

Es ging gleich mit einem deutlichen Anstieg los. Der Weg folgte zunächst sehr schönen Waldwegen, die sich mit Feldwegen abwechselten. In Ormont sahen wir uns die sehr schöne Kirche an. In der Kirche lag ein Gästebuch aus, in dem sich Christa und Martin aus Bremen auf Ihrem Weg von Bremen nach Santiago de Compostela eingetragen haben. In der Nähe von Ormont verlief im 2. Weltkrieg der Westwall durch die Eifel. Allein im Altkreis Prüm schufteten hierfür über 7.000 Arbeiter. Nach Ormont folgten wieder lange Anstiege. Völlig fertig erreichten wir Gondenbrett. Gerhard sprach einen Herrn in der Nachbarschaft an, um ein Taxi zu unserem Etappenziel Prüm zu bestellen. Der bat ihn ins Haus und Gerhard bekam ein Glas Wasser und in 20 Minuten seine ganze Lebensgeschichte erzählt. Wir übernachteten im Hotel zum goldenen Stern in Prüm. In der alten Bastei haben wir sehr gut zu Abend gegessen. Nach dem Essen erhielt Klaus einen Anruf von seiner Frau und ging zum Telefonieren hinaus. Wir humpelten nach ein paar Minuten hinterher. Klaus sagte zu seiner Frau, da kommen zwei 75-jährige. Aber ihm ging es auch nicht besser.



10. 07. 2013

Prüm - Waxweiler

  


Beim Frühstück am nächsten Morgen saßen am Nebentisch zwei Frauen aus Saarbrücken und Freiburg, die mit Fahrrädern unterwegs waren. Die Wirtin kam in unsere „sportive Ecke“ und sagte uns, wir können uns von den Brötchen mit auf den Weg nehmen. In der Basilika wurden wir von einem Pater begrüßt „ich bin hier sozusagen der Hausherr, wenn ihr einen Stempel wollt, müsst ihr euch beeilen, da das Gemeindebüro gleich geschlossen wird. Hinter Prüm ging es gleich wieder steil bergauf. Nach 2 KM erreichten wir Rommersheim, ein sehr schöner Ort mit gepflegten Häusern und Gärten. Es folgte eine wunderschöne Strecke durch die Schönecker Schweiz nach Schönecken.
In der Kirche von Schönecken lag ein Pilgerstempel aus, den wir in unsere Pilgerausweise drückten. Es folgte  -  ein sehr steiler Anstieg! Es ging unter der A60 hindurch. Hier gab es eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Pilger.


11. 07. 2013

Waxweiler – Mettendorf



Wir haben sehr gut geschlafen. Die Vermieterin war eine ältere Dame, die uns ein sehr gutes Frühstück servierte. Auch hier durften wir uns für unterwegs etwas mitnehmen. Gegenüber, im Haus des Gastes erhielten wir unsere Pilgerstempel. Im Getränkemarkt haben wir uns mit Wasser für den Tag versorgt. Und wieder ging es steil bergauf. In Bellscheid, einem kleinen Weiler, sprach uns eine ältere Dame mit Strohhut und Hund an „Ihr müsst da vorne in das Kapellschen und dann rechts“. Dass wir nach dem „Kapellschen“ erst wieder ein paar Meter zurück müssen, bevor wir abbiegen, hat sie nicht gesagt. Da wurde aus dem Weg erst mal wieder ein Suchspiel. Ziemlich fertig erreichten wir Neuerburg. Eingangs Neuerburg war ein älterer Herr an einem Grundstück am Aufräumen. Er machte den Eindruck eines Hilfsarbeiters, entpuppte sich aber im Laufe des sehr interessanten Gespräches als pensionierter Chefarzt, Orthopäde und Unfallchirurg des örtlichen Krankenhauses. Wir sind noch nach Neuerdorf in die Dorfmitte gegangen Eine Frau aus dem Schreibwarengeschäft sprach uns an „wollt ihr einen Stempel, dann kommt, ich mach gleich zu“. Im Hotel Kickert haben wir sehr gut übernachtet. Das Restaurant war geschlossen, da der Seniorchef 85. Geburtstag feierte, so gingen wir in ein nahegelegenes Restaurant.


12. 07. 2013

Mettendorf – Bollendorf



Nach einem guten Frühstück (bei dem wir wieder Brot für den Weg mitnehmen durften) machten wir uns auf. In der Kirche holten wir und unseren Stempel und gingen nach einer kurzen Einkehr los. Der Aufstieg nach Nussbaum war vergleichsweise mäßig. In der Kirche in Nussbaum lag ein Zettel aus „Pilgerstempel gegenüber“. Wir erhielten die Stempel von einem sehr netten Herrn in Form von Aufklebern, die wir in unsere Pilgerausweise klebten. Er lud uns ein, uns zu setzen und bot uns etwas zu trinken an. Wir saßen etwa eine halbe Stunde bei Ihm und haben uns sehr gut unterhalten. Er verabschiedete sich von uns mit den Worten „bitte beten sie für mich“.
Im Wald führte der Weg am Fraubilienkreuz vorbei. Das Fraubilienkreuz ist einer der wenigen noch in der Region existierenden Menhire. Er wurde im 2. oder 3. Jahrtausend vor Christus errichtet und war eine Kult- und Opferstätte. Der Legende nach hat ihn der hl. Willibrord selbst zu einem Kreuz umgestaltet.
Kurz vor Bollendorf führte der Weg vorbei an herrlichen Felsformationen. Übernachtet haben wir im Gasthaus Unter der Burg am Ortsrand. Im Ort haben wir bei einem Kroaten zu Abend gegessen, es gab eine herrliche Fischplatte.


13. 07. 2013

Bollendorf – Echternach – Wasserliesch – Nittel



Die Kirche in Bollendorf war leider verschlossen. Der Weg nach Echternach führte entlang der Sauer. Bei Bollendorf stand ein Angler bis zum Bauch im Wasser und hoffte auf Petriheil. Auf der Sauer waren immer wieder ganze Gruppen Kanus zu sehen. Es war ein herrlicher Weg. Der Weg nach Echternach führte über größtenteils geteerte Rad- und Wanderwege am Fluß entlang.

Bei dem Sauerübergang über eine schöne überdachte Holzbrücke stand eine große Jakobsmuschel. Von hier nach Santiago de Compostela sind es noch lächerliche 2.431 KM. Nach zwei Stunden erreichten wir Echternach. Es ist eine sehr schöne Stadt, wir machten einen kleinen Rundgang und holten uns in der Information unseren Pilgerstempel und tranken auf dem Kirchenvorplatz einen Kaffee.Von Wasserbillig setzten wir mit der Fähre nach Oberbillig über die Mosel, um unseren Weg nach Trier fortzusetzen. In Wasserliesch fragten wir im Weingut Giwer nach Unterkunft. Es war kein Zimmer mehr frei. Frau Giwer erklärte uns, es sei Wochenende und in Trier Moselfest, da bräuchten wir gar nicht daran denken im Großraum Trier ein Zimmer zu bekommen. Sie empfahl uns das Hotel Mühlengarten in Nittel ca 20 KM zurück. Also: mit dem Zug zurück nach Nittel. In der Vinothek des Weingutes tranken wir noch ein Glas Wein. Im Hotel Mühlengarten sind wir gut untergebracht. Wir beschlossen morgen einen „Ruhetag“ einzulegen und mit dem Zug nach Trier und abends wieder zurück fahren. Die Zimmer konnten wir um einen Tag verlängern.


14. 07. 2013

Trier



9:22 Uhr ging der Zug von Nittel nach Trier. Am Bahnhof trafen wir ein lustiges 6-er Gespann Damen. Ihre Männer sind mit dem Fahrrad unterwegs und sie fahren ihnen mit dem Zug hinterher. Margot fragte, ob sie auf unser Gruppenticket 2 Stationen bis Oberbillig mitfahren darf. Von dort sind sie nach Echternach gefahren. In Trier nahmen wir um 10:00 Uhr an einer Stadtführung teil. Herr Minas zeigte uns sehr kurzweilig und interessant die Sehenswürdigkeiten von Trier. Von der Porta Nigra mit Simeonsstift vorbei am Dom bis zur Kaisertherme. Am Nachmittag wollten wir eine Schifffahrt auf der Mosel machen, haben aber das Schiff verpasst. Es legte gerade ab als wir kamen. Um 17:00 Uhr nahmen wir den Zug zurück nach Nittel.

15. 07. 2013

Nittel – Trier – Hungen



Nach einem guten Frühstück liefen wir in Nittel los. In Temmels in der Kirche ein kurzes Dankgebet gesprochen. Dann ging es weiter bis Oberbillig. Der Zug fuhr uns vor der Nase davon, also eine Stunde warten. In Trier tranken wir vor dem Bahnhof in einem Cafe noch eine Cola um die Wartezeit zu überbrücken. Der Zug fuhr pünktlich um 14:23 Uhr. Ohne weitere Verspätungen kamen wir um 19:33 in Hungen an. Gemeinsam mit unseren Frauen ließen wir unsere Pilgerwanderung durch die Eifel im Restaurant Klosterwald ausklingen.

2012 Jakobsweg Marburg - Köln von Marburg bis Friesenhausen

Jakobsweg Marburg - Köln
von Marburg bis Friesenhausen









13. 07. 2012

Gerhard und ich trafen uns mit Markus, unserem Pfarrer in der herrlichen Chorkapelle unserer Kirche.

Markus sprach mit uns zusammen dem Psalm 121

1Ein Wallfahrtslied.
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Woher kommt mir Hilfe?
2Meine Hilfe kommt vom HERRN,
der Himmel und Erde gemacht hat.
3Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,
und der dich behütet, schläft nicht.
4Siehe, der Hüter Israels
schläft und schlummert nicht.
5Der HERR behütet dich;
der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand,
6dass dich des Tages die Sonne nicht steche
noch der Mond des Nachts.
7 Der HERR behüte dich vor allem Übel,
er behüte deine Seele.
8 Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang
von nun an bis in Ewigkeit!

Nach einem gemeinsamen Gebet spendete uns Markus den irischen Reisesegen.




14. 07. 2012
Marburg – Steinperf



Monika und Uta fuhren uns nach Marburg.
Im Kaffee Klingelhöfer stärkten wir uns mit einem super Frühstück
Wir wurden von Frau Heedfeld sehr freundlich bedient.
Sie fragte was wir vorhaben, am liebsten wäre sie auf unserem Weg mitgekommen.

Nach dem Frühstück bummelten wir noch etwas durch Marburg zur Elisabethkirche. Hier holten wir uns unseren ersten Stempel.

Danach verabschiedeten wir uns von unseren Frauen und begannen unsere diesjährige Pilgeretappe.

Über Neustadt und Markt vorbei an der Kirche St. Marien und der Kugelkirche (der Name leitete sich von der kugelförmigen Kapuze des Habitats der Mönche „Brüder vom gemeinsamen Leben“ ab) verließen wir Marburg durch das Kalbstor von 1234. Auf diesem Weg trafen wir ein älteres Ehepaar. Er fragte uns „wo wollt ihr denn hin, da lauft ihr am Besten entlang der A45 und biegt bei Olpe links ab.“
Auf dem Kamm der westlichen Lahnhöhe hinter Marburg kurz vor Wehrshausen kreuzten wir die Weinstraße. Die Weinstraße war die bedeutendste Nord-Süd-Verbindung im Mitteldeutschen Raum. Sie verband den norddeutschen Hanseraum mit dem Messeplatz Frankfurt. Der Name stammt nicht von der Handelsware Wein sondern vom mitteldeutschen Ausdruck „woin“ für Wagen.

In Wehrshausen sahen wir uns die Marienkirche von 1475 an. Es war eine sehr schöne spätgotische Wallfahrtkirche.

Vorbei an der Dammühle, einem beliebten Ausflugslokal, das sich nicht nur bei Studenten großer Beliebtheit erfreute, ging es weiter. Auf dem Stackelberg konnten wir neben der heutigen Trasse einen alten, ausgewaschenen Hohlweg erkennen.
In Dilschhausen legten wir unsere Mittagsrast ein. Für kurze Zeit ließ sich die Sonne blicken, wir genossen die wärmenden Strahlen.
Im Wald konnten wir die Folgen des z.T. heftigen Regens erkennen.
In Herzhausen versuchten wir eine Unterkunft für die erste Nacht zu finden.
Wir trafen einen sehr netten Herrn. Er erklärte uns, dass es in Herzhausen keine Übernachtungsmöglichkeit mehr gibt.
Mit dem Handy versuchten wir in Holzhausen und Niedereisenhausen ein Bett zu erhaschen – alles belegt. In Steinperf hatten wir dann endlich Erfolg.
In Holzhausen mussten wir nach dem Weg fragen. Ein netter Herr empfahl uns im Walhalla ein Bier zu trinken. Das entpuppte sich als Motorradclub. Das Bier war gut und die Jungs dort waren sehr nett.

In Holzhausen fand gerade das Lindenfest statt. Da wir gerade ein Bier getrunken hatten setzten wir mit einem leichten Bedauern unseren Weg fort. Bei dem steilen Aufstieg ausgangs Holzhausen hielt plötzlich ein Auto neben uns. Der nette Herr aus  Herzhausen fragte uns „soll ich euch mitnehmen“? Er war mit seiner Frau auf dem Weg zu einer Geburtstagseinladung. Sie fuhren uns nach Steinperf in unsere Unterkunft.




15. 07. 2012
Steinperf – Irmgarteichen



Wir haben im Gasthof Battenfeld sehr gut geschlafen. Nach einem kräftigen Frühstück liefen wir 3 KM nach Niedereisenhausen. Eingangs Niedereisenhausen tranken wir in Schäfers Backstube einen hervorragenden Kaffee.
Ausgangs Niedereisenhausen wurden wir von einer Frau aus dem Fenster angesprochen: „geht ihr den Jakobsweg? Macht weiter so, ich kann es leider nicht mehr.“
Von hier schickte ich Nils per SMS einen Gruß aus seiner Heimat.
Kurz vor Straßebersbach – Ebersbach an der Straße – setzte Regen ein, der sich mit kurzen Unterbrechungen zu Dauerregen entwickelte.
An der Dillquelle haben aufgrund von Windbruch die Wegzeichen gefehlt, so dass wir statt in Hainichen  in Offdillen herauskamen (12 KM links raus).
Hier trafen wir ein junges Pärchen das wir nach dem Weg fragten. „Nach Irmgarteichen? Das sind noch 12 KM.“ Wir brachen fast zusammen. Da sagte sie „wisst ihr was, wir fahren euch hin“. Wir hätten sie küssen können (bei ihr hätte es sich gelohnt).
Im Gasthof Jokebes wurden wir vom Wirt Büdenbender sehr freundlich empfangen.




16. 07. 2012
Irmgarteichen – Siegen



Gegenüber dem Jokebes war die Kirche St. Caecilia. Leider war sie verschlossen.
Auf dem Weg nach Anzhausen fehlten beim Sportplatz Salchendorf mal wieder die Wegzeichen, so dass wir 2 KM Umweg vor uns hatten.
Im Wald erklärte uns ein Landwirt, der nach seinen Kühen sah, den Weg nach Anzhausen. Außerhalb von Anzhausen trafen wir Helga und hielten einen netten Plausch mit ihr. Ich erzählte ihr von unseren selbst gemachten Pilgerstäben, die sie sehr bewunderte. Dann fragte sie, ob ich ihr zwei Stöcke machen könnte, sie wolle mit ihrer Freundin auch nach Santiago de Compostela laufen. Ich versprach ihr die beiden Stöcke, die ich ihr im Herbst dann auch brachte.

In Flammersbach steht eine Kapellenschule, ein Gebäude mit Dachreiter. Es war eine an die Kapelle angeschlossene Schule. Die Kapellenschulen wurden Mitte des 16. Jhd. nach einer Forderung Luthers nach „Teutschen Schulen“ in dieser Form gegründet. Der Lehrer war gleichzeitig  Küster oder Glöckner. Als Lehrbücher diente die Bibel oder das Gesangbuch.
Hinter Flammerbach verbrachten wir unsere Mittagspause auf einer sehr schönen Bank. Der Regen machte extra für uns eine Pause.
Eingangs Siegen kämpften wir uns ca. 1 KM durch mannshohes Brennnessel- und Distelgestrüpp. Danach folgte ein 1 KM steiler Abstieg in die Stadt. Es war ein hässlicher Weg durch ein Industriegebiet bis zu unserem Hotel.


Im Hotel gab es eine interessante Sanitärinstallation zu bewundern.

Zum Abendessen gingen wir in die Fußgängerzone von Siegen. Hier fanden wir eine sehr gemütliche (Raucher)Kneipe. Wirtin Helga war eine ganz „handfeste“. Wir bekamen bei ihr ein hervorragendes Abendessen. Nach ein (oder auch zwei) Bier entdeckten wir, dass es bei ihr auch Frikadellen gab. Wir bestellen sie uns, Helge brachte uns eine, die sie durchgeschnitten hatte „das ist meine letzte, die geht aufs Haus“. Zu der Frikadelle konnte man „sie“ sagen.


17. 07. 2012
Siegen – Freudenberg


  
Die Martinskirche in Siegen war leider verschlossen. Nach der Eisenbahnanlage folgte ein gefühlt senkrechter Aufstieg aus dem Siegtal. Die Johanneskirche in Oberfischbach war leider auch verschlossen.
In der Nähe der Autobahnraststätte Siegerland machten wir unsere Mittagspause. In Freudenberg fanden wir im Landhaus Bräuer Unterkunft. Zum Abendessen gingen wir nochmal ins Dorf. Statt unseren Wanderschuhen trugen wir unsere Crocks und bekamen trotz Regen zu unserer Überraschung keine nassen Füße.
Auch heute begleitete uns Regen – Regen – Regen.




18. 07. 2013
Freudenberg – Friesenhagen



Wir haben bei Herrn Bräuer sehr gut geschlafen. Herr Bräuer verabschiedete uns mit den Worten: Euch habe ich gestern in Siegen gesehen. Ihr hattet Rucksäcke und Stöcke dabei, wenn die Ampel rot gewesen wäre, hätte ich euch zu mir eingeladen. So klein ist die Welt.

Bevor wir Freudenberg verliessen schauten wir uns kurz die Kirche an. Vor der Kirche trafen wir einen Herrn, der uns seine selbst gestalteten Eichenstöcke zeigte.  Nach Freudenberg folgte ein stetiger Anstieg bis Hohenhain. Ausgangs Friesenhagen kam uns Pilger Daniel aus Leverkusen entgegen. Er war in Richtung Marburg unterwegs.
 Hinter Hohenhain trafen wir auf die Kapelle zur schmerzhaften Mutter. Sie steht an einer alten Wegkreuzung zweier Reichsstraßen. Ein kurzes Stück weiter stand die Kapelle St. Anna oberhalb von Friesenhagen. Sie steht an einer alten Richtstätte an der im 17. Jhd. Hexenverbrennungen stattfanden. Die Kapelle wurde als sichtbares Zeichen, dass der Hexenwahn ein Ende hatte, errichtet.
An einem Gedenkkreuz mit herrlichem Blick auf Friesenhagen machten wir unsere Mittagspause.



Unsere diesjährige Pilgeretappe beendeten wir mit einer kurzen Andacht in der Pfarrkirche St. Sebastian in Friesenhagen. An einem Pfeiler war eine Schwalbe angebracht.
Vom Dorfplatz aus riefen wir ein Taxi, das uns nach Siegen zum Bahnhof brachte.